Du arbeitest nichts

Als ich fragte, warum ich kein Geld bekäme, antwortete der Amtsmensch, du arbeitest nichts. Ich wusste, dass es schwer würde, nichts zu finden. Um ihn zu fragen, dass er oder es mir eine Bestätigung schreibe und dann käme es, das Geld vom Amt.

Ich war dauernd da, half andern und damit mir selbst, und das ist ja nicht Nichts. Ich hatte also gearbeitet. Ich hatte ja Zeit. Ich bin keine Mörderin und schlage deshalb die Zeit nicht tot. Ich tat sehr viel. Ich wusste vorher nur nicht, dass es eine schriftliche Bestätigung vom Nichts brauchte. Also suchte ich jahrelang nach dem Nichts, um mir zu bestätigen, dass ich für es gearbeitet hätte, vielleicht ohne es zu merken.

Ich fragte alle meine Freunde und Kinder und die mit leer gefressenen Töpfen be-lagerte Küche, ob sie das Nichts seien, meine unverkauften Bilder und Gedichte, meine Lieder und Kämpfe, selbst die Katzen und Blumenstöcke fragte ich, ob sie etwa das Nichts seien. Immer am Abend dachte ich, am Morgen finde ich das oder den Nichts. Und es war jeden Tag wieder Arbeit da. Genau so, wie ich jeden Tag aufwachte.

Aber Nichts hatte, wie alle Bosse, nie Zeit. Mir für das Amt zu bestätigen, dass ich für Nichts arbeitete, denn er oder es war nicht auffindbar.

Ich sagte das dem Amt, es geht mir so. Ich möchte eigentlich nicht mehr für Nichts arbeiten, aber meine Freunde haben alle ökonomische Probleme, sind aber nicht Nichts, nicht einmal die Blumentöpfe sind Nichts und auch ich bin nicht Nichts, das findet man beim Denken heraus…

Es ist noch schwieriger, das Nichts zu kontaktieren als den lieben Gott.

Das Amt meinte daraufhin sogar schriftlich, das sei so wie Schwarzarbeit.

Eigentlich möchte ich wie alle Menschen nur nicht, dass Nichts in meinem Portemon­naie seinen Stammplatz hat.

Jetzt habe ich das oder den Nichts endlich gefunden. Und dass es oder er dort steckt, liegt daran, dass nichts unmöglich ist. Das sollte uns eigentlich genügen, kri­tisch über die Dummheiten der Wohlhabenden nachzudenken.

Aber, von Nichts kommt nichts. 

Ausstellung Waldbilder Bilderwald
Eine Ausstellung mit Bildern von Theres Zindel

Internetcafé Planet 13
Klybeckstrasse 60
CH - 4057 Basel

Dauer der Ausstellung bis zum 18. April 2015.

Theres Zindel, dichtet, schreibt, musiziert, ist kunstschaffend auf vielen Ebe­nen. 

Farben, Stifte und verschiedene Materialien.  

Ihre Aussagen und Bilder bewegen sehr, sie sind Teil ihres Lebens, erlebt und erlitten. 

Theres, ist unentwegt tätig. Sucht, findet teilweise und gibt es weiter. 
Ihre Bilder und ihr Wesen faszinieren, sie regen an, das sogenannte Selbstver­ständliche nicht als selbstverständlich anzusehen. 

Siehe auch:

https://planet13.ch/kultur-kunst/ausstellungen/

https://www.youtube.com/watch?v=LFbA7s4Exms

https://www.youtube.com/watch?v=E0J0LGV4AJc

https://www.facebook.com/people/Theres-Zindel/100005581695772

Anfrage wegen Nachfrage

Wer hat Platz in seinem Café, Treffpunkt oder Ähnlichem? Ich würde gern bald wieder eine Ausstellung machen. Dabei aber A4-Fromate verwenden, da es zu kompliziert ist, grössere Formate über grosse Strecken herumzuschleppen.

Ich fertige auch gegen Entgelt Flyer, Geburtsanzeigen, Restaurantkarten, Bilder und kleine Dekorationen auf Bestellung an. 

Bei Interesse wende dich an:

Theres Zindel, Brombacherstrasse 2, 4057 Basel

Tel. 061 / 692 39 58

eMail. dogoa@gmx.ch

Facebook: Theres Zindel

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Andauernde Hetzkampagne gegen einen einzelnen Sozialhilfe-Bezüger im Aargau 

Yvonne Feri, Nationalrätin SP AG und Gemeinderätin (Ressort Soziales und Familie) in Wettingen debattierte am 17. März 2015 im TalkTäglich von TeleM1 mit  Andreas Glarner, Fraktionspräsident SVP AG.

(Hälfte/Moitié) Ein 24-jähriger Schweizer zieht von Dorf zu Dorf im Aargau, bezieht Sozialhilfe und wird von den Medien und den RechtspopulistInnen als „frechster Sozial­hilfe-Bezüger der Schweiz“ stigmatisiert. Er hat weder einen Job noch eine Ausbildung. Vom Bundesgericht gab es Rückendeckung für ihn. Sein Verhalten sei renitent, aber nicht missbräuchlich. Die SVP inszeniert die Hetzkampagne und Andreas Glarner, ihr Grossrats-Fraktionspräsident, publizierte jüngst den vollen Namen des Betroffenen. Bleibt das ungestraft? Den Datenschutz attackierte Glarner unbekümmert am TV-Talk. Auch bediente der SVP-Sprecher die ZuhörerInnen mit seiner ganzen Facette menschenverachtender Vorurteile.

http://www.telem1.ch/show-talktaeglich/episode-der-frechste-sozialhilfe-bezue­ger-der-schweiz

Siehe auch:

http://www.haelfte.ch/index.php/newsletter-reader/items/Jagdszenen.html

http://www.haelfte.ch/index.php/newsletter-rea­der/items/Sozialhilfestreit_Berikon_AG.html

 




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