Kulturveranstaltung für ein bedingungsloses Grundeinkommen in Aarau

Hälfte / Moitié

Am Samstag, 18.Oktober 2014, 14.00-18.30 Uhr findet im Roschtige Hund, Zie­gelrain 2, 5000 Aarau eine Kulturveranstaltung zur Volksinitiative für ein bedin­gungsloses Grundeinkommen statt.

Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Medizin, Theologie und sozialer Arbeit be­trachten die bewegende Thematik aus diversen Blickwinkeln. Die Referierenden zeugen von ihren alltäglichen Erfahrungen und Erlebnissen. Sie zeigen auf, wie sich eine Annahme der Initiative gesamtgesellschaftlich auswirken könnte.

Die Veranstaltung bietet Zeit und Raum für Reflektion und Diskussion, für das Dafür und das Dagegen. Folgende Mitwirkende dürfen mit Freude angekündigt werden:

  • Ursula Davatz, Ärztin, Psychiaterin und Systemtherapeutin, Zürich
  • Judith Giovanelli-Blocher, Autorin und Fachfrau für soziale Arbeit, Biel
  • Yvonne Feri, Nationalrätin SP Aargau, Präsidentin SP Frauen Schweiz, Wettin­gen
  • Giselle Rufer, President and CEO DELANCE Swiss Watches for Women, Biel
  • Claudia Bandixen, Pfarrerin, Direktorin Mission 21, Basel
  • Daniel Knecht, Präsident Aarg. Industrie-und Handelskammer, ehem. Grossrat FDP, Brugg
  • Daniel Straub, Psychologe, Betriebsökonom und Projektleiter, - im Initiativko-mi­tee, Zürich
  • Enno Schmidt, Künstler, Autor und Filmemacher, Basel - im Initiativkomitee, Ba­sel

Ergänzend ist die Wanderausstellung „Grundikomme bi dä Lüt“ mit umfassenden Informationen und anregenden Denkanstössen 08.00.-18.00Uhr, am Holzmarkt, 5000 Aarau präsent.

Das detaillierte Veranstaltungsprogramm finden Sie unter: http://bedingungslos.ch/category/veranstaltungen/

Für weitere Informationen oder die Zusendung von Flyern kontaktieren Sie bitte die Organisationsverantwortliche Kristina Eva Schwabe unter evakris­tina@gmx.ch.

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Armut steigt auch in den Städten Deutschlands


(Mitget.) In den Städten Deutschlands sind 22 Prozent der Menschen arm oder armutsgefährdet. 2006 bis 2012 ist dieser Anteil um 2,5 Prozentpunkte gestie­gen. In ländlichen Regionen sind es 14 Prozent. Hier betrug der Anstieg „nur“ einen halben Prozentpunkt.

Besonders betroffen sind Erwerbslose. Die Zahlen berücksichtigen, dass Leben in den Städten teurer ist, vor allem die Mieten. So eine Studie des arbeitgeberfinan­zierten Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).

Die Lage muss sofort verbessert werden. Deshalb müssen die Hartz IV-Sätze kräftig erhöht werden. Der Paritätische Wohlfahrtsverband fordert 447 statt 391 Euro im Monat (plus Wohnkosten). Das wäre das Mindeste. Davon will das IW allerdings nichts wissen. 

Stattdessen fordert es einen niedrigeren Mindestlohn im Osten als im Westen, weil die Kaufkraft dort niedriger sei. Damit würde der Lohnrückstand zementiert – 25 Jahre nach der Einheit! Gleichwertige Lebensverhältnisse in ganz Deutschland müs­sen das Ziel sein. Wie es das Grundgesetz vorgibt. 

Gesetzlicher Mindestlohn dringend nötig 

Deshalb ist ein einheitlicher gesetzlicher Mindestlohn richtig. Er muss möglichst schnell auf zehn Euro steigen. 

Städte und Gemeinden mit hoher Arbeitslosigkeit dürfen wir nicht allein lassen. Sie brauchen mehr Geld von Bund und Ländern um Armut zu bekämpfen. Die finanz­schwächeren Länder müssen von den stärkeren unterstützt werden. Wir brauchen deshalb weiter einen starken und solidarischen Länderfinanzausgleich. 

Siehe Tabelle:

http://wipo.verdi.de/themen/nachrichten/++co++bfd044e2-327b-11e4-b99d-52540059119e

(u.a.: Mehr als 20% der Berliner Bevölkerung leben in Armut)

( Aus:  ver.di Wirtschaftspolitik 14 / 2014 )

 

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