Gegen Diktatur der Banken

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Der Protest gegen das Menschen verachtenden Bankensystem begann in New York bei der Wallstreet, dem Börsenzentrum Nummer 1 der Welt.

Am 2. Oktober 2011 berichteten swissinfo / SDA-ATS:

Die Polizei hat eine Demonstration gegen zunehmende Armut und die Macht der Banken auf der New Yoker Brooklyn Bridge aufgelöst und hunderte Teilnehmer festgenommen. Wie die "New York Times" berichtete, wurden bis zu 400 Demonstranten festgenommen.

Zu dem Einsatz sei es wegen der Behinderung des Strassenverkehrs gekommen, sagte Polizeisprecher Paul Browne dem Blatt. "Demonstranten, die den Fussweg der Brooklyn Bridge benutzt haben, wurden nicht festgenommen."

Der Demonstrationszug mit rund 1500 Teilnehmern war Teil der Protestaktion "Occupy Wall Street" ("Besetzt die Wall Street"), mit der Aktivisten seit zwei Wochen im Finanzdistrikt im Süden Manhattans gegen Ungerechtigkeiten im Wirtschaftssystem protestieren.

 

Retten wir Menschen statt Banken

Kundgebung gegen die Diktatur des Finanzplatzes Schweiz auf dem Paradeplatz (Bankenplatz) Zürich

(JUSO / Mitg.): Die JUSO (JungsozialistInnen) freut sich über die sehr erfolgreiche Besetzung des Paradeplatzes (Bankenplatz) Zürich unter dem Motto „Rettet Menschen, nicht Banken!“ Über 1200 Personen setzten ein starkes Zeichen gegen die neoliberale Bankenpolitik der Bürgerlichen.

Am 15. Oktober 2011 nahm die JUSO Schweiz an der Occupy-Versammlung teil, die auf dem Paradeplatz (Bankenplatz) in Zürich stattgefunden hat. Die Versammlung war ein voller Erfolg und ein starkes Zeichen gegen die faktische Diktatur des Finanzkapitals. Die überwältigende Menge von über 1200 DemonstrantInnen und ihre Motivation zeigte, dass die jahrelangen Forderungen der Linken endlich in immer breiteren Bevölkerungskreisen Gehör finden.

Die JungsozialistInnen Schweiz (JUSOS) stellen ein für alle Mal klar, dass sich die Wirtschaft an die Spielregeln der Demokratie zu halten hat und nicht umgekehrt. „Gewinne privat, Schulden dem Staat.“, war lange genug das Motto der Neoliberalen – das lassen wir uns nicht mehr gefallen.

Banken müssen verstaatlicht werden

Die Proteste in New York der Bewegung „Occupy Wallstreet“ haben gezeigt, dass der Staat auf diese friedlichen Proteste sehr nervös reagiert hat. Dies ist kein Wunder. Denn wie noch selten ist das neoliberale System in Frage gestellt. Die Menschen haben es satt, während den guten Zeiten nichts vom Wohlstand zu sehen und während den schlechten Zeiten das reichste Prozent durch zu füttern. Mit dem Slogan „Wir sind die 99 Prozent!“ zeigen sie genau das: Die ganz grosse Mehrheit der Bevölkerung hat vom Wirtschaftswachstum der letzten Jahre nichts gesehen. Und nun müssen sie erst noch die Zeche für die ungezügelte Gier der Banker und ihrer Handlanger in der Politik bezahlen.  

Die JUSO Schweiz fordert deshalb die Überführung des Bankensektors in den Service public, um dem ewigen Zwang von Profitwachstum für wenige auf Kosten aller anderen zu beenden und die Eskalierung der Krise zu verhindern. Die Grossbanken müssen sich wieder ihrer eigentlichen Aufgabe der nachhaltigen Kreditvergabe und des sicheren Flusses öffentlicher wie privater Gelder annehmen. Dies erreicht die Schweiz nur, wenn auch die Banken demokratischere Strukturen annehmen und der Souverän mehr Einfluss auf die Geschäfte mit den eigenen Geldern nehmen kann.

Proteste in über 1500 Städten weltweit

Von Amerika bis Asien, von Afrika nach Europa protestieren die Menschen, um ihre Rechte zu fordern und eine wahre Demokratie zu verlangen. In über 1500 Städten weltweit versammelten sich am 15. Oktober 2011 die Menschen, um ihre Empörung auszudrücken. Politik und Gesellschaft stehen heute unter dem kapitalistischen Diktat der Topverdiener, Superreichen und Grosskonzerne. Für sie werden weltweit die Steuern gesenkt, die Banken und Finanzmärkte von Regeln befreit, die Arbeitsbedingungen ihrer Angestellten verschlechtert sowie der Sozialstaat  angegriffen.

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