Streitgespräch in Zürich: Geld macht Macht und Macht macht Geld

Hälfte / Moitié

Der Reichtum konzentriert sich zusehends an den Spitzen der Macht. Eliten versuchen das politische und gesellschaftliche Leben zu steuern. Warum machen wir bei diesem Poker mit? Ueli Mäder, Professor der Soziologie an der Universität Basel, hat soeben ein Buch zum Thema veröffentlicht: macht.ch – Geld und Macht in der Schweiz. Er debattiert darüber am 19. Januar in Zürich mit Patrik Schellenbauer, Volkswirtschafter bei Avenir Suisse.

Patrik Schellenbauer, Volkswirtschafter bei Avenir Suisse, wird entgegenhalten, dass Chancen und Wohlstand für alle laufend zunehmen. Beide Experten werden sich nach ihren Inputs der Debatte stellen, bei der sich das Publikum beteiligen kann. Dieser spannende Abend wird von Olivia Bosshart moderiert. Er dürfte für alle neue Erkenntnisse in diesem brisanten Themenkomplex ergeben. 

Montag 18. Januar 2016, 20:00 Uhr 

Miller's - Kabarett in der Mühle Tiefenbrunnen

Seefeldstrasse 225, im Innenhof, CH - 8008 Zürich 

Eintritt: Freier Beitrag 

*** 

Ueli Mäder

macht.ch

Geld und Macht in der Schweiz 

Rotpunktverlag  Zürich

ISBN 9783858696632

CHF 39,90   € 39,00

Sichtbare und unsichtbare Macht 

1989 besaßen die 300 Reichsten in der Schweiz 82 Milliarden, Ende 2014 bereits 589 Milliarden Franken. Hat ihre Macht entsprechend zugenommen? 

Wer hat wie viel Macht in der Schweiz? Wer nimmt seinen Einfluss wie wahr? Und welche Rolle spielt dabei das Geld? Ueli Mäder analysiert das Zusammenspiel wirtschaftlicher, politischer und gesellschaftlicher Dynamiken. 

Er untersucht, wie sich Macht konkret manifestiert und herrschaftlich etabliert. Im Fokus stehen die Mechanismen der Macht, wie sie sich nicht nur bei den großen Banken und Konzernen aufzeigen lassen, sondern auch im Gewerbe und bei den Gewerkschaften, in Denkfabriken und Netzwerken, in Medien sowie in Politik und Verwaltung. 

Nebst eigenen Beobachtungen und Datenanalysen führte Ueli Mäder zusammen mit wissenschaftlichen MitarbeiterInnen über 200 Gespräche mit »machtkundigen« Fachleuten. Das sind Menschen, die an Schalthebeln der Macht sitzen oder saßen, ebenso wie Leute, die sich forschend mit der Frage befassen, »wer die Schweiz regiert«. 

Außerdem finden sich in diesem Band Fallstudien von Peter Streckeisen über den Bankenstaat und die Macht des ökonomischen Denkens, von Ganga Jey Aratnam über Rohstoffkonzerne, von Markus Bossert über den Gewerbeverband und von Gian Trepp über die Neuorientierung der Nationalbank.

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