Geschlossene Arbeitsgesellschaft

Oswald Sigg

Die Geschichte eines Arbeiters, der trotz jahrelangen Integrationsmassnahmen noch immer Arbeit sucht und dessen sehnlichster Wunsch eine Lehrabschlussprüfung als Logistiker ist. 

(Red.) Im 2. Arbeitsmarkt werden Flüchtlinge, Erwerbslose, psychisch Kranke, IV- oder SozialhilfebezügerInnen beschäftigt. Das ist eine Art Schattenwirtschaft, wo Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft wie Vertrags-, Berufswahl- oder Gewerbefrei­heit aufgehoben sind. Für die Wiedereingliederung psychisch Kranker in die Arbeits­gesellschaft operieren auch im Kanton Bern Sozialfirmen im Auftrag öffentlicher In­stitutionen. Ein Beispiel ist das "Job Coach Placement" (JCP), ein "wissenschaftlich begleitetes Integrationsprogramm" im Auftrag der Direktion psychiatrische Rehabili­tation der Universitären Psychiatrischen Dienste (UPD) Bern. In Deutschland gelingt es solchen Integrationsprogrammen ganz allgemein nicht, gesundheitlich Benachtei­ligte in den ersten Arbeitsmarkt einzugliedern: nur 1 - 2 Prozent schaffen diesen Schritt überhaupt. Ganz anders hingegen und viel besser scheint man in der Schweiz vorzugehen: Das "Job Coach Placement" erzielt eine Erfolgsquote von sagenhaften 65 Prozent, wie kürzlich in der Berner Zeitung zu lesen war.

In einem ersten Teil zu diesem Thema bringen wir ein Interview mit H.H. (42), einem frühen Opfer aus den Anfängen des Projekts JCP. In einem zweiten Teil, der im No­vember 2014 erscheinen wird, widmen wir uns der heutigen Funktionsweise von „Job Coach Placement“. 

OS: Wie geht es Ihnen heute? Sie haben mir gerade von Ihren Sorgen um die er­krankte Mutter berichtet … aber gibt es auch Anlass zu Freude?

Das gibt es auch. Ich bin jetzt froh dass ich meine erwerbslose Zeit für die Mutter einsetzen kann. Im Spital ist sie derzeit handlungsunfähig, kann keine Rechnungen bezahlen oder zur Katze schauen, zum Beispiel. Ich bin froh, dass ich etwas zu tun habe. Ich bleibe als Stellenloser nicht daheim und schlafe bis mittags, sondern ich stehe am Morgen früh auf – heute um 5 Uhr – und bereite meinen Tag vor. Ich gehe die Katze füttern, räume die Wohnung auf, bearbeite die Post meiner Mutter und am Nachmittag besuche ich sie im Spital. Und dort bleibe ich etwa bis 6 Uhr abends.

Könnten Sie sich auch vorstellen, in der Krankenpflege zu arbeiten?

Mir fehlt dazu natürlich die Ausbildung. Ich habe eher berufliche Erfahrungen im La­ger- und Logistikbereich. Darum habe ich hier eine validierte Ausbildung im Sinn. Meine Logistik-Erfahrung stammt aus der Psychiatrie, also aus einem normalen Spi­talbetrieb. Dort wird auch Ware (Spitalbedarf: Medikamente, Textilien, Lebensmittel usw.) bestellt, man kontrolliert Anlieferungen, bewirtschaftet das Lager. Ohne Logistik funktioniert ein solcher Betrieb nicht.

Und wie sieht Ihre finanzielle Lage aus?

Ich beziehe eine halbe IV-Rente. Mit der EL zusammen beträgt sie monatlich 2‘850 Franken. Seit September 2013 habe ich keine anderen Einkünfte. Anfänglich erhielt ich eine Viertel-Rente, damit konnte ich im „Job Coach Placement“-Projekt angemel­det werden.

2‘850 Franken – kommen Sie damit aus?

Eigentlich schon. Man muss immer überlegen: was brauche ich unbedingt, was kaufe ich, meine Miete hier ist 860, die Krankenkasse 500, die Steuern monatlich 400 Franken.

Und wie geht es Ihrer kranken Mutter?

Es ist ein Auf und Ab. Sie leidet seit Jahren an Herzinsuffizienz. Sie hat nur noch eine Niere, die aber auch nur teilweise funktioniert. Jetzt war sie anfangs auf der In­tensivstation im Inselspital, auf mein Drängen hin. Sie ist Italienerin und da geht es immer hü hü hü  - solange es geht. Und dann habe ich sie dazu gebracht, zum Dok­tor zu gehen. Auf einmal fand ich mich in der Rolle, dass ich der Mutter sagte, was sie zu tun habe, statt umgekehrt. Jetzt gehe ich sie jeden Tag besuchen.  Sie ist in der Insel gut untergebracht, zu zweit mit einer jungen Frau  in einem grossen Zimmer und sehr gut betreut - und dies trotzdem sie allgemein versichert ist.  Die beiden ha­ben es trotz grossem Altersunterschied – die Frau ist um die 30 und meine Mutter 77 – ganz gut und kommunizieren viel miteinander. Meine Mutter mit ihrer italienischen Mentalität kommt eigentlich mit allen Leuten gut aus.

Sprechen Sie auch italienisch mit Ihrer Mutter?

Nein, aber ich verstehe einiges davon und früher gingen wir jeweils zwei Wochen nach Italien in die Sommerferien, nach Jesolo an der Adria. Dort lernte ich die Welt meiner Mutter kennen, aber sobald man die Leute wieder etwas verstand dann wa­ren die Ferien auch schon vorbei.

Und wenn ihre Mutter gesund ist – so sagten Sie mir – dann helfen Sie ihr bei der Arbeit: Zeitungen vertragen, kochen …

Ja und beim Zeitungen vertragen habe ich jetzt mit ihrem Arbeitgeber geredet und ihm gesagt, dass sie wahrscheinlich nicht mehr zurückkehren werde und ihre Arbeit bei ihm aufgeben müsse. Sie wird jetzt mit der AHV und der kleinen Pension vom Vater – insgesamt 2‘400 Franken – auskommen müssen. Das ist natürlich für eine Einzelperson heute zu wenig. Darum werde ich für meine Mutter eine Ergänzungs­leistung beantragen. Sie ging aber nicht nur Zeitungen vertragen, sondern hat auch ältere Leute betreut, ist Treppenhäuser putzen gegangen – kurz, sie hatte ein paar ‚Tschöppli‘.

Ihre Mutter kam aus Italien als Kind in die Schweiz?

Nein, später. Wie es genau ging, wie sie meinen Vater kennenlernte, das weiss ich nicht. Mein Vater war Schweizer. Und die Mutter war als junge Frau in die Schweiz gekommen. In Italien hatte sie die Handelsschule absolviert und sie kam zum Arbei­ten – als Gastarbeiterin – hierher. Sie konnte aber nicht in einem kaufmännischen Beruf arbeiten hier – die gehobenen Berufe waren den Schweizern vorbehalten – sondern sie fand dann eine Arbeit als Putzfrau. Das war allgemein so. Sie hat auch in Haushaltungen gearbeitet, war bei einem Doktor zum Putzen angestellt. Dann ar­bei-tete sie lange Zeit in der Buchbinderei Hallwag an der Falzmaschine. Und dort hat sie auch meinen Vater kennengelernt.

Welchen Beruf übte Ihr Vater aus?

Er hatte keinen Beruf erlernt. Er hatte zwar eine Lehre als Autolackierer angefangen, diese dann aber abgebrochen. Dann war er von Fabrik zu Fabrik gezogen zum ar­beiten. Später hatte er dann, fast bis zur Pension, in der Kartonfabrik Deisswil gear­beitet. Letztes Jahr (2013) starb er an einem Schlaganfall, ein Jahr vor der Pensio­nierung. Ja, wir waren eine typische Arbeiterfamilie, eigentlich eine Hilfsarbeiterfami­lie.

Wie gross war denn Ihre Familie?

Wir waren fünf Kinder. Zwei ältere Schwestern, ein jüngerer und ein älterer Bruder. Wir haben in Ostermundigen in einem Mehrfamilienhaus gewohnt. Es gab einen oberen und einen unteren Chaletweg und alle diese Hüsli gehörten der Cartonnage Deisswil.

Haben Sie Erinnerungen an das Familienleben, kommen Sie heute noch mit ih­ren Geschwistern zusammen?

Erinnerungen gibt es schon…., aber man muss ja nach vorwärts schauen. Kontakt habe ich eigentlich nur noch mit der einen Schwester, weil sie im Migros arbeitet. Sonst haben wir uns auseinandergelebt. Ich habe noch am meisten Kontakt  mit der Mutter, die Schwestern haben das nicht mehr, vielleicht mit mit Ausnahme der Schwester in der Migros.

Und wie ist es mit Ihren beiden Brüdern?

Beide sind gestorben, der eine im Kindesalter (zeigt die Aufnahme des kleinen Bru­ders im Sarg). Der andere Bruder nahm sich 1999 das Leben. Es war eine Woche vor seinem Geburtstag, ich hatte mit ihm gerade noch etwas abgemacht wegen der Geburtstagsparty. Also man hat so etwas überhaupt nicht erwartet. Einmal schon wollte er in der Wohnung der anderen Schwester anschi zum Fenster hinaus sprin­gen. Die Schwester hat ihn dann zurück gehalten und wir haben ihn so weit beruhi­gen können. Vermutlich hat er seine Beziehungskrisen mit seiner Freundin aus der Türkei – aus deren Familie bekam er Drohungen - nicht bewältigen können. Einmal, das habe ich erst nach seinem Tod erfahren, soll er einen Suizidversuch mit Tablet­ten unternommen haben.

Haben Sie selber versucht, Ihren Bruder zu begleiten, zu betreuen?

Ja, ich habe verschiedentlich versucht, ihm zu helfen, auch mit Geld, soweit mir das überhaupt möglich war. Aber oft musste ich erleben, dass meine Hilfe nichts ge­bracht hatte.

Haben Sie sich Vorwürfe gemacht?

Ja, gut, das macht man sich schon.

Aber nochmals zurück zu Ihnen. Sie haben die Primarschule besucht, dann …

Nein. Ich bin zwar anfänglich in der Primarschule gewesen, habe aber bald in die Sonderschule gewechselt. Heute nennt man das Förderschule und heute gäbe es auch Stützkurse für jene, die nicht ganz mitmögen. Früher hatten es sich die Lehrer einfach gemacht: Kinder die nicht gerade top gewesen waren, wurden einfach in die Sonderschule abgeschoben. Dorthin wurde man entledigt. Für die neunjährige Dauer der Grundschule. Schon vor dem Abschluss bemühte ich mich, wie viele andere auch, um eine Lehrstelle, besuchte Schnupperkurse während Wochen und Monaten. Aber schon damals galt für die meisten Berufe die Voraussetzung: guter Primar­schü-ler oder abgeschlossene Sekundarschule. Ich bin nirgends angenommen wor­den. Dann ging ich wie mein Vater von Fabrik zu Fabrik und fragte nach Arbeit. Bei der Verbandsmolkerei Bern in Ostermundigen fand ich dann einen Arbeitsplatz. Und ich fand auch eine kleine Wohnung in Wabern.

Und was haben Sie in der Verbandsmolkerei für Arbeiten verrichtet?

Ich habe an der Milchabfüll- und an der Verpackungsmaschine gearbeitet. Ich arbei­tete als Staplerfahrer in der Kühlhalle: Tortenpaletten im Schichtbetrieb herum kar­ren. Nach zwei Jahren bekam ich gesundheitliche Probleme. Die dauernden Wechsel zwischen Temperaturen von -19 zu solchen von +20 Grad machten mir zu schaffen. Ich musste aufhören mit dieser Arbeit. Dann ging ich zur Berner Zeitung bzw. zu Büchler Grafino in die Lorraine und arbeitete in der Druckerei. Dort arbeitete ich ebenfalls in Nachtschichten in der Spedition: Zeitungsbünde auf Palette verpacken und bereitstellen für die Lastwagen, also Logistik wie man heute sagen würde. Dann war ich Staplerfahrer im Papierlager unten. Dort ging es darum, die Beilagen einzu­stecken. Jetzt muss ich mal den Ordner suchen, dann kann ich ihnen zeigen, wie wir das gemacht haben. … Hier ist der Ordner ‚Büchler Grafino AG‘, darin habe ich alles aufbewahrt: Arbeitsverträge, Rechnungen, Lohnzettel usw.

Und wieviel haben Sie da verdient?

Einkommen 1‘927.80, Ausgaben 1‘219.40 Franken im Mai 2000. Aber es gab grosse Lohnschwankungen weil wir dort im Stundenlohn arbeiteten und die Arbeitszeiten stark variierten. Aber man hat dabei gut verdient.

Wie sind Sie aber überhaupt zu einer IV-Rente gekommen?

Als ich aus gesundheitlichen Gründen immer mehr zum Arbeitsrahmen herausfiel, immer weniger Arbeit leisten konnte, der Lohn demzufolge nicht mehr ausreichte, Teuerungsausgleich gab es gar nicht, ging ich zum Sozialamt. Ich musste mich dort melden, sonst hätte ich alles verloren: die Wohnung vor allem. Ich bekam die mini­male Hilfe und war weiterhin auf Stellensuche. Ich fand eine kleine Arbeit bei einer Transportunternehmung und meldete mich nebenbei beim RAV an. Die Stellensuche via Internet ging überhaupt nicht voran. Aber beim RAV unterstützte man mich we­nigstens beim Absolvieren der Staplerfahrerprüfung. Dank diesem Ausweis konnte ich dann beim Job Coach-Projekt (JCP) der UPD Waldau überhaupt mitmachen.

Haben Sie selbst den IV-Antrag gestellt?

Nein, das war der Sozialdienst. Das brauchte viele und langwierige Abklärungen. Die Rente bekomme ich aufgrund meiner Vergangenheit: keine reguläre Ausbildung, chronische Schlafstörungen verbunden mit Magennerven-Schmerzen, Zukunfts­ängste. Bin in Behandlung durch eine Psychiaterin. Ohne Medikamente geht es seit langem nicht mehr. Diese wiederum machen einen träge.

Und was waren nun Ihre Erfahrungen mit dem „Job Coach Placement“?

Das ist ein Programm, das eigentlich Menschen helfen sollte, wieder in eine Arbeit zu kommen und eine neue Perspektive zu finden. Zuerst wurde ich im Firststep- Pro­gramm bei der Insel in Bern mit etlichen Tests geprüft im Umgang mit einem PC: Le­sen und Schreiben,  Aufsätze und Berichte verfassen usw. Auch handwerklich wurde man getestet und auch Psychotests, die oftmals sehr zermürbend waren, wurden gemacht.

Dann gab es ein Auswahlverfahren um abzuklären, ob jemand in die Werkstatt kommt oder sich im offenen Arbeitsmarkt in einem Trainingsarbeitsplatz bewähren kann. Ich hatte das Glück und konnte raus in den 1. Arbeitsmarkt und ich bekam ei­nen Trainingsarbeitsplatz bei der Firma Inotex (Wäscherei), wo ich schon einmal drei Monate arbeiten durfte. Eine Verlängerung dieser Stelle um weitere drei Monate liess mich im Glauben, dass die Inotex mit meiner Arbeit zufrieden war und ich hoffte auf ein längeres Bleiben an diesem Arbeitsplatz. Leider musste ich nach sechs Monaten gehen. 

Dann kam das Angebot in den UPD Bern (im Rahmen des JCP) in der  Logistik und im Lager mitarbeiten zu können. Da ich den Staplerfahrausweis hatte und 12 Jahre Staplererfahrung mitbrachte, wurde ich dort angenommen. Nun war ich Angestellter des Kantons Bern.

Ich bekam die Aufgabe, das Reinigungslager neu aufzubauen und nach eigenem Ermessen einzurichten. Dies mit der Auflage, dass ich damit selbständig arbeiten und das Tagesgeschäft abwickeln könne. Ich wurde in Lagerbewirtschaftung am PC geschult und bekam echt Freude daran. Ich hatte über 400 Artikel am Lager. 

Ich konnte in Zürich bei einem Hersteller von Reinigungsgeräten den Lehrgang ‚Professionelle Grundreinigung‘ während einer Woche absolvieren. Zusammen mit dem damaligen Chef hatte ich sogar die Absicht, einen Abschluss zu erlangen im Bereich Logistiker EFZ oder EBA. Doch nach drei Jahren kam ein neuer Chef und das Ziel war nicht mehr aktuell. Ich habe das Lager weiter geführt zur vollsten Zufrie­denheit der Kunden, aber man wollte mich dann doch nicht behalten in den UPD oder zumindest nicht fest anstellen.  Im Gegenteil: ich wurde gezwungen einen neuen Vertrag im geschützten Rahmen zu unterschreiben. Gemäss diesem Vertrag sollte ich meine bisherige Tätigkeiten weiterführen, jedoch mit einer massiven Lohn­einbusse: statt 17 Fr nur noch 7 Fr Stundenlohn. Dieser Vertrag sei zu unterschrei­ben oder ich müsse das JCP verlassen da meine Eingliederungszeit von drei Jahren abgelaufen sei, hiess es.  Bevor ich dann komplett arbeitslos wurde, habe ich noch sechs Monate bei der GEWA gearbeitet.

Mein Chef beim JCP – er hatte mich richtig fertig gemacht - sagte mir bei dieser Ge­legenheit, ich sei eh nur Hilfsarbeiter, ich habe eh keine Ausbildung und könne da gar nichts machen und wenn ich dieses Angebot nicht akzeptiere, würde man mir kündigen und dies ohne die Aussicht, dass ich je wieder eine Arbeitsstelle bekom­men würde. Vielleicht hat er ja recht gehabt. Aber wie er mir das gesagt hatte … Wir waren dort keine Arbeitnehmer, sondern man nannte uns immer Teilnehmende. Da­bei waren wir tatsächlich kantonale Angestellte. Das JCP hatte mich kaputt gemacht. Ich wurde dort als billige Arbeitskraft ausgenützt. Man ist dann nur noch ein Wrack. Mir ist es zeitweise so schlecht gegangen, dass ich am liebsten am andern Morgen gar nicht mehr aufgewacht wäre.

Heute sind Sie, trotz zahlreicher Bewerbungen, ohne Arbeit und müssen somit von Ihrer IV-Rente leben. Wie geht es weiter?

Es sieht so aus, da ich psychisch sehr angeschlagen bin nach fast neun Jahren so­genannter Integrationsmassnahmen. Dann ist es nahezu aussichtlos, noch eine be­zahlte Arbeit zu bekommen. Wie es weiter geht: ich weiss es selber nicht.

Trotz Ihrer Angst vor der Zukunft: haben Sie Vorstellungen, wie Sie in drei oder fünf Jahren leben möchten, was Sie tun möchten?

Mit Wünschen bin ich vorsichtig geworden: ich plane nicht mehr zu weit voraus. Ich bin froh um jedes Jahr das vorbei geht ohne dass ich auf der Strasse gelandet bin, die Wohnung verliere oder ähnliche schlimme Sachen. Ich weiss nicht einmal, wie es nächstes Jahr weiter geht. Ich habe ein Schreiben bekommen, wonach die EL ab 1.1.15 gekürzt werden sollen. Bis dann muss noch irgendetwas gehen. Ich kann gar nicht alles aufzählen, was mich beschäftigt. Doch was mein dringlichster Wunsch wäre – eigentlich gar kein Wunsch sondern eine Notwendigkeit – dass ich in einer Form von Erwachsenenbildung eine Lehrabschlussprüfung als Logistiker machen könnte. 

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