Internationaler Menschenrechtstag: Armut, Migration und prekäre Lohnarbeit

Hälfte / Moitié

Am 10. Dezember 2015 führt die IG Sozialhilfe in Zürich im Kafi Klick (Gutstrasse 162) eine Veranstaltung zum Prekariat in der Schweiz durch. Motto ist: Armut beinhaltet strukturelle Gewalt, Ausbeutung und Unterdrückung. Menschenrechte sind gefordert. 

Teilzeitjobs, Kurzarbeit, Praktika. Die Formen prekärer Arbeitsverhältnisse sind vielfältig. Immer mehr Menschen sind von Flexibilisierungsmassnahmen betroffen. Temporärarbeit wird auf dem Schweizer Arbeitsmarkt zunehmend zur Normalität. Auf diese Weise werden die Arbeitskosten niedrig gehalten und Profit gescheffelt, ohne dass auf weiterführende Verpflichtungen gegenüber den Angestellten eingegangen werden muss. 

Prekäre Anstellungsverhältnisse bedeuten ein Leben unter grossem Stress und dauernder Existenzangst: Wer dem Leistungsdruck nicht gewachsen ist, fliegt raus. Menschen, die keinen Schweizer Pass besitzen sind zwar als billige Arbeitskraft willkommen, sobald sie jedoch keine Arbeit mehr finden, verlieren sie ihre Aufenthaltsbewilligung und müssen das Land verlassen. 

Auf diese Weise werden einerseits Löhne gedrückt, andererseits aber auch die  Arbeitslosenrate relativ tief gehalten. Die schlechten Arbeitsbedingungen führen dazu, dass viele Menschen, die im Niedriglohnbereich arbeiten von Armut betroffen sind, obwohl sie einer Erwerbsarbeit nachgehen. Unter solchen Lebensumständen leiden die Gesundheit, die sozialen Beziehungen, die Familie und die Kinder. Wir laden ein, um die Realität der prekären Arbeitsverhältnisse in der Schweiz zusammen mit Betroffenen zu thematisieren. 

Es diskutieren:

Sarah Schilliger, Dr. phil.,Soziologin, Universität Basel:        

MigrantInnen in prekären Arbeitsverhältnissen in der Schweiz.


Javier Lopez, Soziologe aus Peru:

Migration und prekäre Lohnarbeit.

Lopez arbeitet seit einigen Jahren im Billigstlohnsektor in der Schweiz  


Branka Goldstein, Präsidentin der IG Sozialhilfe:

Einführung: Armutsbetroffen trotz Erwerbsarbeit.


Luzian Ochsner, Mitarbeiter IG Sozialhilfe:

Moderation. 

Die Veranstaltung findet auf Deutsch und Spanisch statt. 

Kafi Klick, Gutstrasse 162, 8055 Zürich

Tram 14 bis Goldbrunnenplatz und Bus 67 bis Im Gut oder Tram 3 bis Hubertus und Bus 89 bis Im Gut. 

Donnerstag, 10. Dezember 2015 

Nachtessen 18.00 Uhr                                      

Veranstaltungsbeginn 19:00

Eintritt frei – Kollekte

 

IG Sozialhilfe

Postfach 1566  8032 Zürich

Tel. 079 343 66 43

www.ig-sozialhilfe.ch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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