Neue starke Partnerschaft mit sozialinfo.ch für Mediendienst Hälfte / Moitié

Marco Danesi

Die Zukunft des Mediendienstes Hälfte/Moitié war vor einem Jahr nicht gesi­chert, da sich deren Betreiber altershalber entschlossen hatten, ihre Arbeit aufzu­geben. Es wurde eine Nachfolge gesucht: Eine Person, welche die Berei­che Finanzen, Redaktion, Sekretariat, IT und Web, Fachkenntnisse Armutsbe­reich etc. abdecken konnte. Mit der Geschäftsstelle sozialinfo.ch wurde eine Organisation gefunden, welche die Anforderungen abdecken kann. 

Sie halten hier den letzten Newsletter – verschickt durch Paul Ignaz Vogel - in den Händen. Ab Mai 2015 wird die Geschäftsstelle sozialinfo.ch dafür verantwortlich sein, wie auch für die Mitgliederverwaltung des Vereins für soziale Gerechtigkeit, die Pflege der Webseite haelfte.ch und die laufenden Sekretariatsaufgaben. 

Subtile Übergänge 

Im Rahmen der altersbedingten Nachfolgeplanung für den Mediendienst Hälfte / Moi­tié war bald klar, dass die Übergabe in verschiedenen Zeitetappen unter Berücksichti­gung der Wissensträger des Vereins für Soziale Gerechtigkeit erfolgen sollte. So wurde nach einer längeren Abklärungsphase gemeinsam eine mögliche Zusammenarbeit skizziert und etappiert. Die Geschäftsstelle sozialinfo.ch übernimmt nun zwei Mandate des Vereins für soziale Gerechtigkeit. Ziel ist die Entlastung von Paul Ignaz Vogel, welcher bis jetzt – neben der gemeinsamen Redaktionsarbeit mit Oswald Sigg - für das Sekretariat, das Web, die Datenpflege und den Versand des Newsletters verantwortlich war. Eine äusserst zeitraubende und exakt auszuführende Aufgabe, die bis jetzt in Freiwilligenarbeit – mit heute über 75 Jahren - geleistet wurde. Vielen Dank Paul Ignaz Vogel für Dein Engagement! 

Auch die Finanzen und das Sekretariat, welche bisher durch Maurice Berger kompe­tent geführt wurden, werden durch die Geschäftsstelle sozialinfo.ch übernommen.

Nach der gemeinsamen Evaluation und Prüfung der Inhalte ergaben sich folgende Mandate an sozialinfo.ch:

1 Die Übernahme des Sekretariates und der Finanzen, also der Mitgliederverwal­tung, des Rechnungswesens, der Buchhaltung, Korrespondenz, PR und Versände.

2 Die Übernahme des Newsletterversandes, der Datenpflege und der Pflege der Web­seite. 

Da die Geschäftsstelle sozialinfo.ch bereits mit verschiedenen Fachteams aus der Informatik, dem Informationsmanagement, dem Finanzwesen, dem Marketing und dem Sekretariat arbeitet, können diese beiden Mandate mit dem bereits bestehen­den Know-how übernommen werden. Eine langjährige Projekterfahrung mit externen Partnern gehört ebenfalls zur Kernkompetenz des Vereins sozialinfo.ch und hat sich auch in dieser Situation als hilfreich und zielgerichtet erwiesen. 

Wer ist der neue Partner sozialinfo.ch? 

Der Verein sozialinfo.ch besteht seit 12 Jahren: die Gründung geschah im gleichen Zeitraum wie die Gründung des Mediendienstes Hälfte/Moitié. Der Verein sozialinfo.ch unterhält ein Internetportal für das Sozialwesen Schweiz, welches Informatio­nen und Fachwissen für Organisationen und Professionelle der Sozialen Arbeit abbil­det. In den letzten Jahren wurde kontinuierlich an der Programmierung eines Recher-che­tools und eines Stichwortverzeichnisses gearbeitet, welches heute den sozialinfo.ch - Mitgliedern die Recherche in den umfangreichen Informationen nach Suchstichworten ermöglicht. Die Inhalte werden durch ein für den Sozialbereich kompe­tentes Fachteam von Hand kuratiert und auf der Webseite während 20 Tagen öffentlich zur Verfügung gestellt. Die Bewirtschaftung der Social Media-Kanäle face­book, twitter und google+ gehört ebenfalls dazu. 

Weiter stellt der Verein sozialinfo.ch das Stellenportal für das Sozialwesen Schweiz zur Verfügung und betreut dieses informatiktechnisch, inhaltlich und werbetechnisch. Es handelt sich hier um den grössten Online-Stellenmarkt für den öffentlichen Sozialbe­reich der deutschsprachigen Schweiz. Dieser ist vernetzt mit wichtigen Akteu­ren aus dem Sozialbereich und macht die Stellensuchenden mittels Suchabo regelmässig auf die neuen Stellenanzeigen aufmerksam. Mit sozialpersonal.ch bietet der Verein sozialinfo.ch gemeinsam mit einer Partnerfirma eine Personalberatung, spezialisiert für den Sozialbereich, an. 

Fachkompetenz und Engagement im Sozialen Bereich 

Der Verein sozialinfo.ch - mit einem langjährigen Vorstand aus dem Sozialbereich und einer agilen und engagierten Geschäftsstelle in Bern - hat es nie gescheut, neue Wege zu beschreiten und seine innovativen Produkte mit viel Fachkompetenz und Engagement im Markt zu verbreiten. Als Sozialarbeiterin, Internetpionierin und erfah­rene Geschäftsleiterin bin ich, Barbara Beringer, mit meinem Team prädestiniert für die Übernahme komplexer und herausfordernder Aufgaben im Sozialbereich. Ich bin überzeugt, dass der Mediendienst Hälfte/Moitié ein wichtiges Anliegen unserer Zivilgesell­schaft darstellt und mit der Zeit selbsttragend und mit neuen Inhalten operie­ren kann. Bis dahin werde ich innerhalb des Vorstandes des Vereins für sozi­ale Gerechtigkeit strategisch und mit meinem 12-köpfigen Team operativ den Aufbau und die Stärkung des Mediendienstes Hälfte / Moitié begleiten und unterstützen. 

Unabhängige Redaktion besteht weiter 

Die Redaktionsarbeit wird während eines weiteren Jahres durch Paul Ignaz Vogel und Oswald Sigg weitergeführt. Vielen Dank für die Sicherstellung der wichtigen Informati­onen zuhanden der verschiedenen Zielgruppen.

Zudem werden sich die beiden bei der Übergabe an ein neues journalistisches Team beteiligen. Der Wandel wird langsam und kontinuierlich von statten gehen: Seit Be­ginn auf Konsens bedacht und beidseits glücklich mit der getroffenen Lösung.

Dabei stehen die Verantwortlichen in einem gegenseitigen Austausch: Altes Wissen soll erhalten und genutzt werden und mit den neuen Energien und Ideen in ein neues Produkt überführt werden. Wichtig sind die Stimmen der Leserschaft innerhalb der im November 2014 durchgeführten Umfrage für die Weiterführung von Strategie und Zielsetzung: Der Mediendienst Hälfte/Moitié soll auch in Zukunft eine wichtige Stim-me der Armutsbetroffenen sein und eine Brücke schaffen zu …"dene wos guet geit" …wie Mani Matter dies in seinem bekannten Song 1972 ausdrückte: 

Dene wos guet geit - giengs besser
giengs dene besser - wos weniger guet geit
was aber nid geit - ohni dass's dene
weniger guet geit - wos guet geit
drum geit weni - für dass es dene besser geit
wos weniger guet geit
und drum geits o dene nid besser - wos guet geit

Mani Matter, 1972 

Die in der Umfrage vom November 2014 seitens der Leserschaft vorgeschlagenen Ergänzungen und Ideen werden im neuen Vorstand des Vereins für soziale Gerechtig­keit berücksichtigt. Die bestehende Zielsetzung des Vereins wird weiterge­führt und mit neuen Ideen ergänzt. Sie dürfen sich durch die eine oder andere Neue­rung überraschen lassen! 

Der Dank des Vorstands des Vereins für soziale Gerechtigkeit geht an alle, welche den Verein materiell oder inhaltlich unterstützen und damit diese wichtige Arbeit unse­rer Zivilgesellschaft tragen. Die Weiterführung des Mediendienstes Hälfte/Moitié ist auch heute an Spenden und Gönnerbeiträge gebunden, welche jederzeit gerne entgegen genommen werden. 

*Zur Person:

Barbara Beringer

ist Mitglied im Vorstand des Vereins für soziale Gerechtigkeit (freiwillige ehrenamtli­che Tätigkeit), Mitgründerin von sozialinfo.ch und heute beruflich als Geschäftsleite­rin von sozialinfo.ch tätig. http://www.sozialinfo.ch/ 

Neue Postadresse des Vereins für soziale Gerechtigkeit und der Redaktion Hälfte/Moitié seit dem 01.04.2015:
Verein für soziale Gerechtigkeit

Redaktion Hälfte / Moitié

Sekretariat
Schwarztorstrasse 20
CH 3007 Bern

Die elektronischen Zugangsadressen bleiben diesselben:
info@haelfte.ch und red@haelfte.chwww.haelfte.ch

___________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________-

Drama von älteren Personen in der Sozialhilfe

(MItget) Ältere Erwerbslose sehen sich in der Sozialhilfe einmal mehr als Prell­bock der Nation. Sie verlangen nebst einer dem Alter angemessenen Leistungsge­staltung ein tragfähiges Finanzierungsmodell für die Sozialhilfe.

http://www.50plusoutinwork.ch/cms/images/Medienmitteilung_zur_Sozialhilfe_04.03.2015.pdf

Bundesrat will ältere Arbeitslose nicht am Tisch

(Mitget) Nach dem Vorbild der Lehrstellenkonferenz lädt der Bundesrat am 27. April gestützt auf eine Motion von Ständerat Paul Rechsteiner erstmals zur Konfe­renz Alter und Arbeit.

Mit am Tisch sitzen u. a. Vertreter von Arbeitgeber- und Arbeitnehmer-Organisationen. Vereine, welche die Interessen direkt betroffener älterer Arbeitsloser vertreten, blieben unberücksichtigt. Betroffene finden es unakzeptabel, dass man sie einmal mehr der Türe verweist. So erteilte Bundesrat Schneider Ammann der Anfrage des Vereins 50plus outIn work Schweiz, der die Interessen älterer Erwerbsloser vertritt, eine klare Abfuhr.

http://www.50plusoutinwork.ch/cms/images/Medienmitteilung_Bundesrat_will_Ar­beitslose_nicht_am_Tisch.pdf 

______________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________

Sozialhilfebehörden sollen Verdacht auf Schwarzar­beit melden 

(TA) Als zentrale Änderung schlägt der Bundesrat eine stärkere Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Behörden vor. Unter anderem sollen Sozialhilfebe­hörden oder Einwohnerkontrollen den zuständigen Kontrollorga­nen künftig melden, wenn sie Hinweise auf Schwarzarbeit haben. (01.04.2015) 

http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Sozialhilfebehoerden-sollen-Ver­dacht-auf-Schwarzarbeit-melden/story/12398594

____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________

Caritas-Markt mit 19 Prozent mehr Umsatz

(Caritas) Immer mehr Menschen in sozialen Notlagen kaufen im Caritas-Markt Lebensmittel und Produkte des täglichen Bedarfs ein. Im Jahr 2014 stieg der Umsatz der 24 Caritas-Märkte um 19 Prozent an und liegt nun bei 12,7 Millionen Franken. (12.03.2015) 

http://www.caritas.ch/de/aktuelles/news/caritas-markt-mit-19-prozent-mehr-um­satz/?utm_source=Caritas+Schweiz&utm_campaign=c73b9add13-Caritas­Schweiz_Caritas_19032015&utm_medium=email&utm_term=0_cc4f034899-c73b9add13-78920253

_________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________


«Wer finanziell darbt, sollte etwas erhalten» 

(Bund) Der ehemalige Heim- und Verdingbub Roland Begert hat es bis zum Doktorti­tel geschafft. Doch wie sollen die Behörden jenen entgegenkommen, die bis heute unter ihrer fremdbestimmten Kindheit leiden?

http://www.derbund.ch/bern/kanton/Wer-finanziell-darbt-sollte-etwas-erhalten------/story/25756970

_____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________

Auf der Suche nach der eigenen Geschichte: 

Fremdplatzierungen in Bern 1920-60

Ausstellung bis zum 25.04. 2015 im Berner Kornhausforum

Öffnungszeiten 

Di Fr 10:00 19:00 Uhr
Sa 10:00 17:00 Uhr
So / Mo geschlossen

(Mitget) Der Umgang mit Heim- und Verdingkindern in der Schweiz rückte in den vergangenen zwei Jahrzehnten vermehrt ins öffentliche Bewusstsein. Die Fremdplatzierung von Kindern ist seit gut zehn Jahren auch politisch ein Thema.

Eine im Dezember 2014 eingereichte Volksinitiative fordert eine umfassende Wiedergutmachung für Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen.

Die Stadt Bern beteiligt sich aktiv an der Aufarbeitung dieses leidvollen Kapitels der Schweizer Geschichte. Im Stadtarchiv befinden sich rund 30'000 Dossiers der einsti­gen städtischen Fürsorgedirektion aus der Zeit zwischen 1920 und 1960. Durch das Öffentlichkeitsgesetz wurden diese Akten für die Betroffenen zugänglich. Ihnen kommt – auch für die historische Forschung – grosse Bedeutung zu. Die Ausstellung dokumentiert zwei von 30'000 Dossiers in Fotografien, Akten und Interviews.

Zurück


Unterstützen Sie den Mediendienst
Hälfte/Moitié mit einer Spende über PayPal:



Bitte teilen Sie unsere Artikel: