Gegen eine Rentenreform auf dem Buckel der Frauen

Unia

«Die Zukunft sind wir!» Unter diesem Motto haben über 100 Delegierte am 29. und 30. August an der 7. Unia Frauenkonferenz in Saignelégier teilgenom­men. In einer Resolution bekräftigten sie ihren Widerstand gegen die Rentenre­form 2020 des Bun­desrats. Weitere Diskussionspunkt war unter anderem die Kampagne für Lohngleich­heit. 

Die Anzahl Teilnehmerinnen an den Unia-Frauenkonferenzen wird immer grösser – kein Wunder, denn auch die Zahl der weiblichen Unia-Mitglieder wächst kontinuier­lich. Waren im Jahr 2004 noch 18% der Mitglieder Frauen, sind es heute schon 23% – Tendenz steigend. Starke Frauenstrukturen und eine Gewerkschaftspolitik, die ihre Anliegen ernst nimmt, sor­gen dafür, dass die Unia attraktiv ist für Frauen. Beides gilt es zu konsolidieren und zu ver­stärken. 

Rentenreform 2020 – ohne uns 

Hauptthema der Konferenz war die geplante Rentenreform 2020. Die Unia Frauen lehnen sie als Versuch ab, einmal mehr auf dem Buckel der Frauen zu sparen. Schon heute sind die Renteneinkommen der Frauen tiefer als jene der Männer. Denn sie verdienen nicht den glei­chen Lohn für die gleiche Arbeit, haben generell tiefere Löhne, arbeiten oftmals Teilzeit und unterbrechen ihre Berufslaufbahn wegen Fami­lienpflichten. Ihre heutigen AHV-Renten rei­chen kaum für ein Leben in Würde und Sicherheit. Auch bei den Pensionskassen sind Frauen stark benachteiligt. Die Re­formpläne von Bundesrat Berset ändern daran nichts – im Gegenteil. Die Unia Frauen werden die Rentenreform 2020 vehement bekämpfen. In einer Resolution forderten sie:

-  keine Erhöhung des Frauenrentenalters

-  keine Abschaffung der Witwenrente für kinderlose Frauen

-  rascher Ausbau der AHV gemäss den Vorschlägen der gewerkschaftlichen Volksini­tiative AHVplus

-  existenzsichernde AHV-Renten für alle 

Lohngleichheit: Wir wollen Resultate 

Zudem bekräftigte die Frauenkonferenz die Forderung nach einer Revision des Gleichstel­lungsgesetzes. Es braucht eine staatliche Behörde mit dem Recht, in den Betrieben Kon­trollen durchzuführen. Nur so können die Lohngleichheit regelmässig überprüft und fehlbare Betriebe sanktioniert werden. Um ihren Forderungen Druck zu verleihen, organisiert eine breite Koalition von Frauenorganisationen am 7. März 2015 in Bern eine grosse Demonstra­tion. Selbstverständlich ist die Unia dabei!

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