Kann Ihre Arbeit auch von einem Roboter ausgeführt werden?

Hälfte / Moitié

(BGE-Initiative) «In den meisten europäischen Ländern werden circa 50 Prozent der Arbeitsplätze verloren gehen», zitiert das Onlinemagazin Watson den ETH Forscher Dirk Helbling in einem kürzlich erschienen Artikel. Siehe: http://www.watson.ch/!900046946

Einerseits verschwinden immer mehr langfristige Arbeitsstellen bei Grossunternehmen, andererseits entstehen aber auch neue Möglichkeiten für Kleinstunternehmen in der neuen «On Demand Economy». Da die Roboter und die künstliche Intelligenz uns viele lästige Jobs abnehmen, könnte die Arbeit humaner werden. Aber nur, wenn man nicht von Existenzängsten erdrückt wird. Dies legt der Wirtschaftsjournalist Philipp Löpfe in diesem Artikel kurz und bündig dar, um dann zu fordern: «Wir müssen jetzt ernsthaft über ein bedingungsloses Grundeinkommen sprechen.» 

Oder in den Worten des kürzlich verstorbenen Soziologen Ulrich Beck: «Wie schaffen wir ein System, in dem die ungeheuren Möglichkeiten der Automation und der Kreativkräfte der Menschen ihren Nutzen entfalten?» Über die Umgestaltung der Arbeitswelt wird zur Zeit viel geschrieben. Siehe:

http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/gesundheit/arbeitslosigkeit-ist-ein-sieg/780852.html 

Wir haben drei Leseempfehlungen zusammengestellt: 

Viel Beachtung hat das Interview mit dem Ökonomen Andrew McAfee im Nachrichten­magazin «Spiegel» gefunden. Er spricht über den «drohenden Untergang der Mittel­schicht im Zeitalter der Digitalisierung.» Siehe:

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-128859919.html

Anregend sind die Begegnungen mit dem Zukunftsforscher Jeremy Rifkin. Bei ihm steht das Grundeinkommen zwischen den Zeilen. Im Gespräch mit der „Zeit“ sagt er: «Der Kapitalismus wird das Wirtschaftsleben nicht mehr allein dominieren. Vielmehr wird er ein mächtiger Partner des kollaborativen Gemeinguts sein, sodass wir eine große Menge unserer Produkte und Dienstleistungen nahezu kostenlos produzieren und teilen können.» Siehe:

http://www.zeit.de//2014/50/jeremy-rifkin-kapitalismus-revolution

Wer sich vertieft in das Thema der kommenden Automation vertiefen möchte, kann zum Buch „Arbeitsfrei“ von Constanze Kurz und Frank Rieger greifen. Darin beschreiben sie unter anderem wie Roboter andere Roboter bauen.

http://www.randomhouse.de/Buch/Arbeitsfrei-Eine-Entdeckungsreise-zu-den-Maschinen-die-uns-ersetzen/Constanze-Kurz/e438314.rhd 

 

Der Blick in die Zukunft zeigt, dass eines Tages die Erwerbsarbeit die Rolle der Existenzsicherung nicht mehr übernehmen kann. Und dass wir ein System finden müssen, welches alle Menschen an den Früchten der Maschinenarbeit angemessen beteiligt.
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Erbschaftssteuerreform kommt am 14. Juni 2015 
zur Abstimmung

(MItget) Der Bundesrat hat entschieden, dass die Eidgenössische Volksinitiative «Millionen-Erbschaften besteuern für unsere AHV» neben drei weiteren eidgenössischen Vorlagen am 14. Juni zur Abstimmung kommt. Damit steht fest, wann die Stimmberechtigten über eine Erbschaftssteuerreform auf Bundesebene entscheiden können.

http://www.erbschaftssteuerreform.ch/de/index.html

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Lohngleichheit für Frau und Mann 

(Unia, 29.01.2015) «Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit» seit 2 Jahren prozessiert P. für die Durchsetzung dieses Verfassungsgrundsatzes. Als gelernte Schneiderin verdiente sie im Nähatelier eines Lausanner Luxusmodegeschäfts rund ein Drittel weniger als ihre (nicht ausgebildeten) Kollegen. An einer Medienkonferenz berichtete sie über die grossen Hürden, die eine Lohnklage mit sich bringt. 

http://www.unia.ch/de/aktuell/aktuell/artikel/a/10667/

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3,1 Millionen Erwerbstätige in Deutschland leben in Armut

Arbeit schützt nicht vor Armut: Seit 2008 ist die Zahl der Erwerbstätigen, die unter die Armutsgrenze fallen um 25 Prozent gestiegen. Selbst beim Essen muss gespart werden (DIE WELT, 24.01.2015).

http://www.welt.de/wirtschaft/article136724469/3-1-Millionen-Erwerbstaetige-le­ben-in-Armut.html

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