Jenische, Roma, Sinti, Verdingte und Waisen

IG Sozialhilfe

Die IG Sozialhilfe begleitet seit Jahren ehemalige misshandelte Heim- und Pflegekinder, die aufgrund ihrer schweren Kindheitstraumata zu mehrfach kranken Armutsbetroffenen geworden sind. Zum Internationalen Tag gegen Armut und Ausgrenzung führt sie am 17. Oktober in Zürich eine Veranstaltung durch.

Kinder haben Rechte. Für die Verwirklichung der UNO Kinderrechtskonvention. Das Verbrechen an armutsbetroffenen Kindern darf sich nicht wiederholen. Für eine offizielle Entschuldigung und finanzielle Wiedergutmachung des Bundes für die Opfer der Verbrechen.

Veranstaltung der IG Sozialhilfe:

Schweizerische Armutspolitik und Diskriminierung gegenüber Jenischen, Roma, Sinti, Verdingten und Waisen. Wo stehen die Verfolgten heute?

Mittwoch, 17. Oktober 2012, 17:30 GZ Riesbach, Seefeldstrasse 93, 8008 Zürich, Eintritt frei, Kollekte

Referenten: Venanz Nobel, Aktivist verschiedener Organisationen sogenannter „Fahrenden“, Walter Zwahlen, Präsident des Vereins netzwerk- verdingt

17: 30 Abendessen

18: 30 Veranstaltungsbeginn

Moderation: Branka Goldstein, Präsidentin IG Sozialhilfe, Luzian Ochsner, Mitarbeiter IG Sozialhilfe

Walter Zwahlen:„Die Folgen der administrativen Willkür für Jenische, Verdingte, Verwaiste und Versorgte“

Venanz Nobel: Unterwegs vom "Bettelvogt" zum freien Leben.“

Informationen zu den Referenten:

Walter Zwahlen. Als Präsident des Vereins netzwerk‐verdingt vertritt er die legitimen Interessen der ehemaligen Heim‐und Verdingkinder in der Öffentlichkeit. Durch Lesungen, Publikationen, der eigenen Homepage, monatlichen Newslettern und spezifischer Pressearbeit werden die Anliegen des Vereins einem breiteren Publikum vertraut gemacht. Zusammen mit Wissenschaftlern wirbt der Verein für die weitere Forschung im Bereich der zwangsweisen Fremdplatzierung. Er hat dazu auch eine thematische Fachbibliothek geschaffen. Gegenüber Bund und Kantonen fordert er eine offizielle Entschuldigung für das erlittene Unrecht, finanzielle Wiedergutmachung, einen Härtefallfonds, ein Kompetenzzentrum, uneingeschränkte Akteneinsicht und fachspezifische Hilfe.

Venanz Nobel hat als jenischer Aktivist von der Radgenossenschaft über das Zigeuner‐Kultur‐Zentrum bis zum Verein „schäft qwant“ alle Organisationen der sogenannten „Fahrenden“ unterstützt. Als Geschäftsführer von „schäft qwant“ kämpft er an vorderster Front für die Anerkennung der Jenischen als gleichberechtigte Minderheit. 35'000 Jenische brauchen nicht nur „Wiedergutmachungs‐Pflästerchen“ sondern einen Platz in der Gesellschaft, der ihrer Kultur und Traditionen würdig ist. Sie wollen nicht länger auf die Fiktion

Einer „fahrenden Lebensweise“ reduziert werden. Für diesen Standpunkt engagiert sich Venanz Nobel in der Öffentlichkeit, so auf der Webseite und in verschiedenen Gremien, wie dem Stiftungsrat der Stiftung „Zukunft Schweizer Fahrende“.

Armut beinhaltet strukturelle Gewalt, Ausbeutung und Unterdrückung.

IG Sozialhilfe

Postfach 1566, 8032 Zürich, Tel. 079 343 66 43

ig-sozialhilfe@gmx.ch

www.ig-sozialhilfe.ch

 

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