Nachrichten aus der Peripherie

Oswald Sigg

Hier hätte er auch wohnen können, der mutmassliche Attentäter von Paris. Seine Eltern stammen ursprünglich aus Marokko. Der Vater arbeitete als Lokführer in der Brüsseler Métro, die Mutter war Hausfrau. Er liebte das Nachtleben, die Frauen und das Kiffen. Vor drei Uhr am Nachmittag soll er nur selten auf den Beinen gewesen sein. Seine Brüder waren Gelegenheitskriminelle: Drogenhandel, Diebstahl. Er hingegen wird als Hauptverdächtiger der Pariser Anschläge vom 13. November 2015, bei denen 130 Menschen getötet wurden, in die Geschichte eingehen.

Hier im Département Seine-Saint-Denis. Das grosse Département mit der Nummer 93, von Paris aus gesehen nord-östlich an die sechsspurige Périphérique angrenzend. Da soll, nach einer Erhebung aus dem Jahr 2009, die Kriminalität landesweit die grösste Verbreitung haben und nicht etwa in Marseille. Von den zehn französischen Städten mit den höchsten Kriminalitätsraten liegen allein vier im Département 93. Die Hauptstadt, Saint-Denis, ist Nummer 1, gefolgt von Saint-Ouen, Aubervilliers und an siebter Stelle La Courneuve.

Nichts arbeiten

Ende Februar 2016. Es ist alles friedlich. Trotz Kriegsgerede und Ausnahmezustand. Vielleicht sogar etwas weniger hektisch und lärmig als noch im vergangenen Herbst. Auf der Île-Saint-Denis steht die Tür des kleinen Supermarkts FRANPRIX einladend offen. Der Patron hilft die richtigen Batterien für das Velorücklicht und die geeignete Zahnpasta zu finden. Er scheint froh zu sein über jeden, der sich hierher verirrt. An der Kasse steht ausser mir niemand und hinter der Kasse steht der Patron. Auf eine Bemerkung hin findet auch er: In seinem Laden ist auf kleinem Raum viel mehr als nur das Nötigste vorhanden. Überhaupt - das Angebot ist nicht das Problem. Die Leute haben zu wenig Geld. Der Euro hat alles drei mal teurer gemacht. Und mehr als die Hälfte der Leute hier arbeiten nichts. Finden sie denn keine Arbeit? Nein, sie arbeiten einfach nichts. Ja von was leben sie denn, wenn nicht von der Sozialhilfe? Sie beziehen alle RSA.  

RSA ist ein politischer Code. Er bedeutet ungefähr: du lebst auf unsere Kosten. Auf französisch heisst Sozialhilfe: Revenu de solidarité active. Wer ist mit wem solidarisch? Item.

Neben einem Glasflaschenentsorger steht eine mit leeren Bierbüchsen gefüllte, schwarz-blau-rote Plastiktasche mit der markanten Aufschrift: j’adore Paris. Wir sind hier in der nach dem einstigen Kommunistenführer Maurice Thorez benannten Cité, die vor bald 70 Jahren erbaut wurde, und die auch schon unruhigere Zeiten erlebte. Maurice Thorez war von 1930 bis zu seinem Tod 1964 Generalsekretär der Kommunistischen Partei Frankreichs. Zwischen 1940 und 45 wurde ihm seine französische Staatsbürgerschaft wegen Kollaboration mit dem Feind (die UdSSR, aufgrund des Hitler-Stalin-Paktes) aberkannt. Die Aufhebung oder vielmehr der Verfall (la déchéance) der Staatsbürgerschaft - das wird jetzt wieder vorgeschlagen von der Regierung. Als würde dies einen Terroristen daran hindern, sich in die Luft zu sprengen. Gemäss Erklärung der Menschenrechte hat jede und jeder das Recht auf eine Nationalität. Wenn auch nicht auf die französische.

Aber heute ist es still. Im FRANPRIX läuft nichts und der Patron hilft dem Nachbarn dessen Motorrad wieder in Gang zu setzen. Derweil in der Bar am Quai de la Seine vier muntere Gesellen auf die Pferde auf dem Turf von Longchamp wetten. Es ist nicht ihr Tag und die Gewinne lassen auf sich warten, was ihrer umgänglichen Laune keinen Abbruch tut. Der einzige, der dem Treiben fast befremdet beizuwohnen scheint, ist der Wirt. Das wird seine Gründe haben.

Humane Verbrecher

In Stains, vier Kilometer von hier, hat die Polizei in der Nacht vom Freitag auf Samstag in der Avenue du Falempin einen 31-jährigen Mann mit drei Kugeln in den Beinen schwerverletzt vorgefunden. In letzter Zeit gab es jede Woche in der Gegend eine solche Abrechnung - nach Angaben der Polizei eine "gambizzazione" à la Mafia. Während im Milieu noch bis vor kurzem eher Abrechnungen in der Art von durchlöcherten Opfern die Regel waren. Die Bosse sind humaner geworden und wollen jetzt für jedermann gut sichtbare Lektionen - Schwerstbehinderte im Rollstuhl - erteilen. Ein lebendes aber unbrauchbares Mitglied der Gesellschaft hinterlässt einen dauerhaft frischeren Eindruck als eine simple Leiche, die eine Woche nach dem Begräbnis vergessen ist. Und die Täter werden vor Gericht nicht als Schwerverbrecher behandelt. Im Jahr 2015 wurden in Seine-Saint-Denis 33 Abrechnungen dieser humanen Art gezählt. 

In der Hauptstadt Saint-Denis demonstrieren am Samstag 300 Einwohnerinnen, Einwohner und Kinder gegen die Scooter, welche tagtäglich die belebte Fussgängerzone der Stadt, die Rue de la République, unsicher machen. In der ersten Reihe des Demonstrationszugs schreiten der 8-jährige Joseph und seine Eltern. Er ist Ende Januar genau hier von einem Scooter angefahren worden und -am Kopf arg verletzt - liegen geblieben: Schädelfraktur, Nase und Unterkiefer gebrochen. Die Anwohner protestieren auch gegen die Polizei: sie kontrolliere die Fussgängerzone zu wenig, aus Angst vor Racheakten der jugendlichen Töfffahrerbanden. 

Chinesen als Opfer

In Sevran, einer Agglomeration im mittelbaren Einzugsgebiet des in Roissy gelegenen Aéroport  Paris-Charles-de-Gaulle, wurde ein verdächtiger Mann von der Polizei angehalten, als er gerade eine als gestohlen gemeldete Mappe untersuchte. Das Opfer, von asiatischer Herkunft, hatte - wie nicht weniger als zehn Chinesen vor ihm - Strafklage wegen Raubes eingereicht. Das Chinesische Konsulat beklagte schon anfangs Jahr die sich häufenden Überfälle auf seine Landsleute öffentlich.  

In Saint-Denis ziehen die Eltern ihre Kinder aus dem Schulbetrieb des Collège Henri-Barbusse ab. Sie protestieren gegen den Zerfall dieser  80-jährigen Einrichtung. Henri Barbusse, 1873 in Asnières geboren, war ein kommunistischer Literat und Stalin-Biograph. Er starb 1937 in Moskau. Der Vizepräsident des departementalen Erziehungsrates hatte eben noch einen Aktionsplan für die Renovation der Mittelschule präsentiert: „Die Arbeit für die dringendsten Reparaturen sind im Gange. Die Organisationsszenarien für die grosse Renovation werden der Erziehungsdirektion bis Ende 2016 unterbreitet. Ein Budget von 2’000 Euro ist beschlossen worden.“ So etwas Mikriges wollen sich die Eltern nicht bieten lassen.

Luxushund auf Abwegen

Mehr als eine Schlagzeile ist Jo gewidmet. Das ist ein nur gerade 15 Monate alter schwarz-weisser Staffordshire Bull Terrier, der im XII. Arrondissement von Paris seiner Herrin namens Caroline irgendwie abhanden gekommen war und der nach weniger als 24 Stunden und nach einem Ausflug durch ganz Paris und dabei die Métro und die RER benützend im Polizeiposten von Courtry (Seine-et-Marne) gelandet und dort von seiner Herrschaft abgeholt werden durfte. Caroline gab sofort ihrem Gatten die Schuld, nachdem auch die Polizei einen Diebstahl des rassenreinen Luxushundes ausgeschlossen hatte. Der Gatte hatte wieder mal nicht aufgepasst. Dank einem Chip - seiner elektronischen ID - konnte Jo's Irrweg von der Polizei minutiös festgehalten werden. Natürlich haben auch in diesem dramatischen Fall die sozialen Medien die Lösung herbeigeführt: indem die Polizei über Facebook den Kontakt zu Jo's überglücklicher Herrschaft herstellen konnte. Caroline spricht von einer ganz eindrücklichen Solidarität, die sich dank der sozialen Medien manifestiert habe. Als Jo, der von den beiden Kindern des diensthabenden Gendarmen eingefangen worden war, den Polizeiposten mitsamt seiner Herrin und ihrem Gatten verliess, waren die Kinder schon etwas traurig. Caroline versprach ihnen kurzerhand einen kleinen Staffordshire Bull Terrier, sobald Jo Junge bekommt.

Die Leiche von Moïse Chekroun, dem Pförtner der Synagoge an der Rue Barbanègre im XIX. Pariser Arrondissement, wird aus dem Saint-Denis-Kanal auf der Höhe der Schwelle von Aubervilliers durch Polizeitaucher ans Ufer gebracht. Noch vorgestern Abend soll der in der jüdischen Gemeinde wohlbekannte und beliebte 70-Jährige wie gewöhnlich per Velo seinen Heimweg nach Saint-Denis zunächst entlang dem Ourcq-Kanal angetreten haben. Sein Handy registriert noch einen Anruf um 21 37 Uhr. Die Vermutungen kreisen um Unfall, Überfall, Herzstillstand oder Selbstmord. 

Vergiftetes Quartier

In Romainville-Sud, einer Vorstadt nur gerade einige Kilometer östlich der Pariser Arrondissements XIX und XX gelegen,  an der Rue des Ormes, ist Sébastien Tirloy ausser sich vor Wut. Er hält einen von der Regionalen Umwelt und Energieagentur herausgegebenen Bericht in Händen und sagt: Das ist der Beweis, dass das ganze Quartier von dieser Fabrik vergiftet worden ist. Er zeigt auf eine Industriebrache in der Nähe eines riesigen dreistöckigen Autobahnkreuzes mit insgesamt 20 Fahrspuren. Dort stand eine Fabrikhalle der Wipelec-Ceres, ein Zulieferer der elektronischen Industrie, in welcher winzige Feinmetallstücke chemisch - mit Rohbenzol und Trichloräthylen - behandelt wurden. Die Stoffe gelangten in grossen Mengen ins Freie. Als die Fabrik 2008 geschlossen wurde, waren erst Gerüchte im Umlauf. Sechs Jahre später empfahl die Umweltabteilung der Präfektur, man möge doch in der Umgebung der ehemaligen Fabrik jeden Tag die Wohnungen gut lüften. Jetzt, vor einem Monat erst, kam der dringliche Aufruf von der Mairie in Romainville, man solle die Wohnungen im Quartier möglichst bald verlassen und die Kinder schon mal vorsorglich evakuieren. Noch im letzten Jahr waren vier Personen, die im selben Hausteil wohnten, an Krebs erkrankt und gestorben.  Seit drei Jahren wird in der Gemeinde davon gesprochen, das ganze Quartier zu dekontaminieren. Vor zwei Jahren hatte eine Spezialfirma auftragsgemäss einen Entgiftungsplan veröffentlicht. Nichts geschah. 6’000 Kubikmeter Erde warten derweil auf den Abtransport zur Entsorgung. Nichts geschieht. Im Haus nebenan erzählt Ferroudja Boussaid, die hier ihre beiden Söhne grossgezogen hat und nun die Enkelkinder im Alter von 3, 5 und 7 Jahren hütet, genau dies könne sie jetzt nicht mehr in ihrer Wohnung tun. In der Mairie hätte man gesagt: zu riskant. „Während dreissig Jahren hat man uns nichts gesagt und jetzt heisst es auf einmal: es ist zu gefährlich hier zu wohnen“. In der Wohnung sei das Mass an Trichloräthylen „beunruhigend“: 250 mg/Kubikmeter. Die Interventionsgrenze liege bei 10 mg/Kubikmeter. Ihr Mann, Monsieur Boussaid, leidet seit einem Jahr an Lungekrebs. Das Paar träumte immer davon, die alten Tage in diesem Haus voller Erinnerungen verbringen zu dürfen. Der Traum nimmt ein jähes Ende.

Schwarzfahrer

In Aubervilliers, etwa 12 Kilometer nördlich von Romainville entfernt, tritt Abdallah Outmaite, Buschauffeur bei den regionalen Pariser Verkehrsbetrieben (RATP), vor dem Tor des Busdepots in der Rue de la Haie-Coq 26 in den Hungerstreik. Er ist einer von acht Chauffeuren, denen innerhalb von gut einem Monat gekündigt worden ist. Die Gewerkschaft lässt verlauten, alle Entlassungen seien ungerechtfertigt. Die Kollegen würden einfach ersetzt durch billigere Mitarbeiter.

Abdallah wirft die Direktion vor, er habe sich verschiedentlich gegenüber Fahrgästen unkorrekt benommen. Er will davon nichts wissen: „Letztes Jahr habe ich 58 Tage Überstunden gemacht. Und man dankt mir dafür mit der Kündigung!“. Erfahrungsgemäss wird man als Passagier der Pariser Buslinien fast täglich Zeuge von Konflikten zwischen unflätigen Passanten und dem Chauffeur. Weniger der Fall ist das bei Chauffeusen. Oft sind es ein paar Jugendliche, die den Bus durch die Hintertür als Schwarzfahrer besteigen. Der Chauffeur ruft ihnen via Lautsprecher in Erinnerung, dass sie den Navigo-Badge - das Abonnement - am Lesegerät ‚validieren‘ sollten. Das akustische Signal des Validierens ertönt nicht. Der Chauffeur stellt den Motor ab. Es wird still im Bus. Die Jugendlichen hören ohnehin nichts mit den dicken Kopfhörern. Dann kann es zu einem Gerangel zwischen normalen Passagieren und den Schwarzfahrern kommen und diese steigen unbehelligt wieder aus. Im besten Fall. Nach zehn bangen Minuten fährt der Bus endlich weiter. Ähnliche Szenen verursachen manchmmal gegen Abend ältere betrunkene Männer. Wenn sie renitent bleiben, ruft der Chauffeur ins Mikrophon, er telefoniere jetzt der Polizei. Das hilft meistens und der Alkoholiker verlässt an der nächsten Haltestelle den Bus, verzweifelt.

Halbtot im Einkaufswagen

In einem Altersheim in Pierrefitte-sur-Seine, gleich neben der Hauptstadt des Département 93, Saint-Denis, gelegen. Nach einer Auseinandersetzung streckt ein 67-jähriger Rentner einen 60-jährigen Mann mit einer Schusswaffe nieder. Das Opfer, getroffen in Kopf und Bauch, stirbt auf der Stelle.

Vor eineinhalb Jahren war Pierrefitte letztmals der Schauplatz eines Dramas. Darius, ein 17-jähriger Roma, wurde eines Abends von seiner Mutter halbtot in einem Einkaufswagen liegend aufgefunden. Er war Stunden zuvor an seinem Wohnort, einem Abbruchobjekt das zur lokalen Roma-Siedlung gehört, von zehn Jugendlichen aufgegriffen und in ein leeres Haus geschleppt worden. Während Stunden wurde er getreten, geschlagen und mit Stromstössen traktiert und dann seinem Schicksal überlassen. Die Jugendlichen wollten einen Einbruch in der nahen Cité des Poètes rächen. Ein Kind hatte - gegen Geld - Darius als vermeintlichen Täter verraten. Drei Wochen lag er im Koma und einen Monat später konnte er das Lariboisière-Spital in Paris verlassen. Dort wurde er geradezu fahrlässig gepflegt: die Ärzte und Schwestern gaben sich nicht die Mühe, ihn zu verstehen. Er spricht kein Französisch. Einen Rumänisch-Übersetzer konnte sich die Familie nicht leisten und der Staat verweigerte diese Hilfe. Aus dem Spital entlassen ging Darius - trotz psychischer und physischer Behinderungen als Folgen solch privater Lynchjustiz - wieder auf die Strasse, um zu betteln. Seine 17 Familienangehörigen verliessen ihren bisherigen Wohnort und fanden zunächst während Monaten keine Unterkunft. Später sollen sie in einem Hotel im Pariser Norden gelebt haben, wo ein grosses Zimmer für eine Nacht etwa 30 Euro kostet. Ob Darius noch lebt und wo seine Familie heute wohnt - man weiss es nicht. Es interessiert auch niemanden mehr. 

Alles seltsam normal

Nächtens in der Métro 2, Richtung Porte Dauphine. Die dunkle, müde und dennoch durchdringende Stimme der dünnen, fast bis auf die Knochen gemagerten Frau geht durch den voll besetzten Wagen. „Meine Damen und Herren, ich heisse Sophia, bin 38 Jahre alt, lebe draussen und ich brauche Ihre Hilfe“. Sie weckt kaum das Interesse der Fahrgäste, erntet eher von dem einen oder von der anderen einen misstrauischen Blick. 

Bei der Einfahrt in die Station ‚Pigalle‘ schaut ein älterer Man von seiner Lektüre auf und drückt ihr einen Euro in die Hand. Mit einem Lächeln. „Oh, danke schön, Monsieur“ sagt sie überrascht und steigt aus. Auf den Zügen der Métrolinie 13 Richtung Mairie de St-Ouen sind solche Szenen unbekannt. Das Betteln in der Métro ist ohnehin nicht erlaubt. Aber auf der Linie 13 findet sich in den überfüllten Wagen weder tagsüber noch in der Nacht die Gelegenheit, sich zu bewegen. Schon gar nicht bettelnd.

Ende Februar 2016 ist hier alles seltsam normal. Zwar blicken da und dort im FRANPRIX oder auch im MONOPRIX die Security-Leute - ausnahmslos Schwarze - eine Spur tiefer in die Taschen und Rucksäcke. Aber auf der Strasse patrouilliert weder die Gendarmerie nationale noch rasen CRS-Fourgons von und nach der Périphérique, wie noch vor vier, fünf Monaten üblich. Und auffallend weniger Krankenwagen stecken im dichten Verkehr. Die Banlieue scheint, wenigstens in Saint-Ouen, sogar einen ruhigeren mode de vie gefunden zu haben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

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